diskurs film Verlag
diskurs film - Kompetenz in Medienwissenschaft

dfB.8 (1994)

Bernhard Kock:

Michelangelo Antonionis Bilderwelt

Eine phänomenologische Studie

477 S., 107 s/w-Fotos

ISBN 3-926372-58-3

vergriffen

 

 

Zum Inhalt:


Antonionis Bilderwelt: keine Biographie, keine historische Untersuchung, keine Genre- oder Autorenkritik, sondern eine phänomenologische Studie über das Gesamtwerk des Italieners, eine Analyse seiner filmischen Ikonographie.

Im Spannungsverhältnis zwischen Neorealismus und Nouvelle Vague vollzieht sich Michelangelo Antonionis Neugier für die Oberflächenstruktur von Architektur und Landschaft: 24 Filme, die als Ausgangspunkt bevorzugte Bildmotive haben und eine Montage-Technik, die schließlich das Raum-Zeit-Kontinuum des Films zersetzt. Ein Werk, das um die Pole Identität und Wahrnehmung kreist und dessen Fragmente am Ende nur noch zusammengehalten werden durch einen besonderen filmischen Augen-Blick, dem Moment des Stillstands und der Kontemplation: ein Temps-mort-Bild von visueller Poesie, ein déjà-vu, das bleibt und blendet.

Untersucht werden die Einflüsse von Manierismus, Surrealismus, Pop-art, Happening, Action-painting, Design und Photographie auf Antonionis Œuvre sowie die theoretischen Übernahmen aus dem cinéma pur und dem filmischen Impressionismus.


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Kocks Abhandlung ist eine Bereicherung: anregend in der Analyse, spannend im Konzept und nie dröge im Ausdruck. (Kölner Stadt-Anzeiger)